Mindestkörpergröße für Pilotenausbildung diskriminiert Frauen

WaageEine Persönlichkeitsrechtsverletzung und damit die Verletzung eines „sonstigen Rechts“ liegt vor, wenn der Arbeitnehmer im Rahmen seiner Bewerbung mittelbar wegen seines Geschlechts benachteiligt wird. Wird an die Ausbildung zum Flugzeugführer das Vorliegen einer Mindestkörpergröße von 1,65m geknüpft, stellt dies eine mittelbare Diskriminierung dar, da weitaus mehr Frauen als Männer diese Körpergröße nicht erreichen. Aus Gründen der Flugsicherheit ist eine solche Anforderung nicht gerechtfertigt, da sie nicht angemessen ist. Denn es ist nicht ersichtlich, dass die Sicherheit des Luftverkehrs beeinträchtigt wäre, wenn Bewerber mit einer geringeren Körpergröße als 1,65 m zugelassen würden.

Urteil des LAG Köln vom 25.06.2014, Az.: 5 Sa 75/14