Schwellenwert richtet sich nach Gesamtzahl der im Gemeinschaftsbetrieb beschäftigten Arbeitnehmer

ParagraphSoll im Hinblick auf die Unterrichtungs- und Beratungspflichten wegen geplanten Betriebsänderungen der Schwellenwert beurteilt werden, ist auch nach Änderung des Betriebsverfassungsgesetzes bei einem Gemeinschaftsbetrieb auf die Gesamtzahl der im Gemeinschaftsbetrieb beschäftigten Arbeitnehmer abzustellen. Soweit eine Betriebsänderung i.S.d. § 111 BetrVG vorgenommen wird, ohne über sie einen Interessenausgleich mit dem Betriebsrat versucht zu haben, haften alle Unternehmen des Gemeinschaftsbetriebs gemeinsam für einen Nachteilsausgleichsanspruch gem. § 113 Abs. 3 BetrVG.

Urteil des LAG Düsseldorf vom 19.08.2014, Az.: 17 Sa 67/14