Wirksame Befristungsabrede bei Vertretung eines Arbeitnehmers in Elternzeit

aktenordnerEine Befristungsabrede zur Vertretung eines in Elternzeit befindlichen Mitarbeiters ist regelmäßig sachlich gerechtfertigt. Ein sachlicher Grund liegt unter anderem dann vor, wenn der Arbeitnehmer zur Vertretung eines anderen Arbeitnehmers beschäftigt wird. Der Sachgrund für die Befristung in Vertretungsfällen liegt in dem Umstand, dass der Arbeitgeber bereits zu einem vorübergehend ausfallenden Mitarbeiter in einem Rechtsverhältnis steht und mit der Rückkehr dieses Mitarbeiters rechnet, so dass von vornherein nur ein zeitlich begrenztes Bedürfnis an der Arbeitserledigung durch die Vertretungskraft besteht. Dies gilt auch dann, wenn die Vertretungskraft zuvor bereits mehrfach befristet beschäftigt wurde, soweit die Grenzen des Rechtsmissbrauchs nicht überschritten sind.

 

LAG Rheinland-Pfalz, 07.05.2014, 4 Sa 48/14